Rotes Kreuz und Hochtaunuskliniken trainieren für den Ernstfall
Am Freitag den 11.05. um 15:00h wird in der Notaufnahme des Krankenhauses in Bad Homburg Alarm ausgelöst. Durch die Leistelle werden mehrere teilweise Schwerstverletzte angekündigt, die nach einem Verkehrsteilnehmer auf der Autobahn in die Klinik eingeliefert werden. Die Mitarbeiter der Aufnahme wurden vorher nicht über die Übung informiert und müssen so nahezu unter Realbedingungen die Versorgung neben dem „Normalbetrieb“ organisieren.
Die Geschäftsführung hatte die Übung geplant und das Rote Kreuz um Unterstützung gebeten. So waren aus dem gesamten Kreis gut 20 Ehrenamtliche des DRK mit 6 Rettungswagen angerückt. Dabei stellten sie sowohl die Besatzungen als auch die Patienten dar. Von der Klinik waren entsprechende „Patientengeschichten“ vorbereitet worden, die Einsatzkräfte „versorgten“ die Darsteller passend zu den beschriebenen Verletzungen.
Auch das Rote Kreuz aus Friedrichsdorf war mit 4 Helfern und seinem Rettungswagen dabei. Die dreiköpfige Besatzung des Autos sollte den 4. Friedrichsdorfer mit schwersten offenen Kopfverletzungen einliefern. Entsprechend der Diagnose wurde der „Patient“ vorbereitet. Mittels einer speziellen Trage und einer festen Halskrause wurde der Körper ruhiggestellt. EKG und Kreislaufüberwachung gehören natürlich auch zu Standardversorgung. Ein Kopfverband, simulierte venöse Zugänge, Infusionen, die Beatmung über einen Tubus rundeten das Bild ab. Ganz ähnlich vorversorgt käme auch ein echter Patient mit solchen Verletzungen im Krankenhaus an.
Nach dem Eintreffen in der Notaufnahme wurden Besatzung und Verletzter durch den „Triage-Arzt“ in Empfang genommen. Dieser sichtet alle ankommenden Patienten und legt je nach Art der Verletzung Behandlungsprioritäten fest. Mit dem Verletzungsbild einer schweren offenen Kopfverletzung musste der Friedrichsdorfer Patient unbedingt sofort näher untersucht werden. Schnell war einer der zusätzlich aus dem ganzen Haus in die Aufnahme beorderten Unfallchirurgen vor Ort. Schon die Übergabe durch die Besatzung des Rettungswagens und die erste Untersuchung ergaben, dass der Patient schnellstmöglich zur Operation in eine Spezialklinik verlegt werden muss.
Fiktiv wurde sowohl ein Rettungshubschrauber für die Verlegung angefordert als auch über das „Traumanetzwerk Hessen“ ein Platz für den Patient in einer operationsbereiten Fachklinik organisiert. Dennoch sollte auch die Wartezeit nicht ungenutzt verstreichen. Keine 5 Minuten nach der Einlieferung wurde der Verletzte daher in den Computertomographen der Klinik gebracht. Auch im Realfall würde eine solche Untersuchung schnelle Klarheit über Knochenbrüche oder innere Verletzungen liefern. Diese Informationen können dem Patienten durch schnellere und gezielte Operationen das Leben retten.
Nachdem die CT-Bilder weitere Verletzungen ausgeschlossen hatten, wurde der Patient noch auf der Trage des Friedrichsdorfer Rettungswagens in einen Überwachungsraum gebracht. Um ihn nach dem Eintreffen des Hubschraubers sofort zum Landeplatz bringen zu können, blieb der Patient auch während der Überwachung auf der Roll-Trage. Nachdem wenig später die Landung hinter dem Krankenhaus erfolgte, wurde der Patient von den Friedrichsdorfer Helfern gemeinsam mit dem Personal der Aufnahme an die Luftretter übergeben.
Nach kurzer Nachbereitung des Materials konnten Arzt, Pflegepersonal und die Friedrichsdorfer Rettungswagenbesatzung ein positives Fazit ziehen. Wie auch bei den anderen Helfern und Patienten hatte die Zusammenarbeit weitestgehend reibungslos funktioniert. So war die gesamte Übung war für alle Beteiligten eine wertvolle Erfahrung. Im Ernstfall können die gewonnen Erkenntnisse dazu beitragen, die Versorgung der Verletzten erfolgreich zu gestalten.
Bilder sind auf unserer Facebook-Seite zu finden: hier klicken |
|
|
Die Ortsvereinigung Friedrichsdorf des Deutschen Roten Kreuzes trauert um seinen langjährigen Kameraden und Ehrenvorsitzenden Erich Landvogt, der am 25. April 2012 nach langer und schwerer Krankheit im 84. Lebensjahr verstorben ist.
Nahezu auf den Tag genau sechs Jahrzehnte war unser Kamerad Mitglied in unserer Organisation. Begonnen hat er im Deutschen Roten Kreuz 1952 zunächst in Seulberg und später übernahm er immer mehr Aufgaben innerhalb der heutigen Stadt Friedrichsdorf. Aber auch engagierte sich unser Erich über die Grenzen von Friedrichsdorf hinaus auf Kreis- und dann sogar auf Landesebene im Dienste für die Allgemeinheit.
Alle Tätigkeiten und Funktionen aufzuzählen, die er in den vielen Jahren ausübte, ist hier nicht möglich. Zu nennen sind die wichtigsten,
- nämlich zunächst Sanitäter, dann Gruppen- und später Zugführer sowie Bereitschaftsführer in Seulberg, auch Vorsitzender des Ortsvereins Seulberg und dann der 1980 nach der Gebietsreform neu gebildeten Ortsvereinigung Friedrichsdorf,
- Kreisbereitschaftsführer und Vorstandsmitglied sowie Krankentransportleiter und Rot-kreuzbeauftragter im Kreisverband Hochtaunus,
- auf Landesebene Regionalbereitschaftsführer und stv. Landesbereitschaftsführer des Deutschen Roten Kreuzes.
Hinter diesen dürren Worten verbergen sich unzählige Aufgaben und vielfältige Tätigkeiten, die er in diesen sechs Jahrzehnten ausübte.
Ob Großveranstaltungen wie Hessentage bzw. Kirchentage oder regionale Heimatfeste, zur Blutspende oder im Realfall, als Fahrer oder Küchenchef - unabhängig von der Tageszeit und Dauer der Aktion - stand er viele Jahrzehnte im helfenden Dienst für andere, eine Leistung, die in der heutigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Kurzum, er war immer da, wo es etwas zu tun gab, egal was, wann und wo.
Ohne Rücksicht auf die eigenen Interessen und die daraus resultierenden Notwendigkeiten stand er für die Idee von Henry Dunant ein, die seinen Lebensweg und sein Handeln maßgeblich bestimmten.
Für seine Verdienste um die Allgemeinheit hat Erich Landvogt viele Ehrungen erhalten. Die größte Anerkennung erfuhr er mit der Verleihung des „Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland". In vielfältigster Weise erfuhr er somit Dank für sein Engagement für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Friedrichsdorf und darüber hinaus für die Menschen in unserer Region.
Wir danken Erich Landvogt herzlich für seine Leistung im Deutschen Roten Kreuz und ganz besonders in der Ortsvereinigung Friedrichsdorf, in der Ortsvereinigung, die er als Mensch nahezu verkörpert hat.
Er war und bleibt auf Grund seines sozialen Engagements ein Glücksfall für unsere Organisation und damit für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sowie darüber hinaus der ganzen Region.
Wir danken ihm für seinen Beitrag für eine menschliche Zeit. Sein Handeln im Geiste des Gründers des Roten Kreuzes soll Mahnung und Aufforderung an uns alle sein, Erich Landvogt nicht zu vergessen und dieses Ziel weiterhin als Wegweiser unseres künftigen Handelns zu nutzen.
|
|
|
Ein gelungenes Fest
Auch in diesem Jahr konnten wir am 01. Mai ein gelungenes Fest feiern. Über die zahlreichen Besucher an unserem Tag der offenen Tür haben wir uns sehr gefreut.
Der vergangene Dienstag stand ganz im Zeichen des Jugendrotkreuzes. In einem tollen Sinnes-Parcours konnten unsere kleinen Gäste aktive JRK'ler kennenlernen und sich sogar an einer Reanimationspuppe ausprobieren.
Die Jugendrotkreuzgruppe trifft sich alle 14 Tage dienstags ab 17:30 Uhr im DRK-Heim Burgolzhausen. Jeder, der Spaß an Teamarbeit, tollen Ausflügen, Bastelnachmittagen, Kochen und Erster Hilfe hat, ist hierzu herzlich eingeladen.
Entgegen schlechter Vorhersagen feierte sogar das Wetter mit uns und beschehrte uns einen sonnigen und warmen Tag.
Wir bedanken uns bei allen Besuchern und Unterstützern und freuen uns schon jetzt auf den Tag der offenen Tür am 01. Mai 2013! |
|
|
12.147 ehrenamtliche Stunden
Am Freitag, 20.04.2012 fand die Jahreshauptversammlung für das Jahr 2011 im Forum Friedrichsdorf statt. Das zentrale Thema stellte dabei der Auszug aus der Fahrzeughalle in der Talstraße und die damit verbundene Verteilung der Fahrzeuge im gesamten Stadtgebiet dar. Die Planungen für den Neubau einer DRK-Unterkunft konnten bisher nicht abgeschlossen werden. Es werden jedoch weiterhin Gespräche mit Vertretern der Stadt und des Kreisverbandes geführt.
Besonders bemerkenswert sind die 12.147 Helferstunden, die die rund 40 Aktiven im Jahr 2011 ehrenamtlich geleistet haben. Dies entspricht 261 Sanitäts-, Hausnotruf-, Verpflegungs-, beziehungsweise Blutspendediensten. Insbesondere der Hessentag stellte eine große Herausforderung dar. Die Helfer der Ortsvereinigung Friedrichsdorf engagierten sich hier bei Sanitätswachdiensten, im DRK-Basislager und als Führungskräfte. Während des gesamten Hessentages stellten wir zudem täglich mindestens zehn Helfer, die im Falle einer Großsschadenslage sofort einsatzbereit waren. Allein in dieser Einsatzbereitschaft wurden 2160 Stunden geleistet. Unsere Einsatzgruppe wurde während der kostenfreien Konzertveranstaltung "Just White Party" alarmiert. Aufgrund der Besuchermassen kam es dort zu einem erhähten Aufkommen an Patienten. Unsere Helfer errichteten einen Verbandplatz und waren innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit.
Leider reduzierte sich trotz durchgeführter Informationsveranstaltungen die Anzahl der aktiven Helfer. Hiefür waren vorallem Berufs-bedingte Umzüge unserer Helfer verantwortlich.
Ungebremsten Zulauf können unsere Seniorengymnastikgruppen verzeichnen. Regelmäßig treffen sich hier in allen Friedrichsdorfer Stadtteilen interessierte Senioren und Seniorinnen, um sich körperlich und geistig fit zu halten und das Miteinander zu genießen.
Die Jugendrotzkreuzgruppe leidet unter einem massiven Mitgliedermangel. Für das Jahr 2011 berichtete die Jugendgruppenleiterin Nicole Michels von tollen Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten mit anderen JRK-Gruppen im Hochtaunuskreis.Im Jahr 2012 steht die Gewinnung neuer Mitglieder für die JRK-Gruppe im Mittelpunkt.
Für ihr ehrenamtlichen Engangement wurden folgenden Mitglieder durch den Kreisgeschäftsführer Manuel Gonzales und den stellvertretenden Vorstizenden Karl Weidinger geehrt:
Tanja Humpert und Johannes Wehrheim für fünf Jahre Mitgliedschaft.
Alexander Wagenknecht für fünfzehn Jahre Mitgliedschaft.
Nicole Michels und Gerhard Stier für zwanzig Jahre Mitgliedschaft.
Klaus Kaupp für vierzig Jahre Mitgliedschaft.
Ein besonderer Dank gebührt Frau Annemarie Stockbauer und unserem Ehrenvorstizenden Erich Landvogt. Beide wurden für sechzig Jahre ehrenamtliches Engagement im DRK Friedrichsdorf geehrt. 
|
|
|
Finden Sie uns jetzt bei Facebook!
Mit www.facebook.com/DRKFriedrichsdorf bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Durch einen Klick auf "gefällt mir" informieren wir Sie automatisch über Blutspendetermine,
Einsätze und Übungen. So wissen Sie zu jeder Zeit was beim DRK in Ihrer Stadt los ist.
|
|
|
|
Unsere Angebote
Foto: A. Wagenknecht / DRK
|